Fremdsysteme gefahrlos ausprobieren: VirtualBox installieren und einrichten

Wollt ihr einmal über den (Betriebssystem)-Tellerrand hinaus schauen und neben eurem (z.b. Windows 7) andere Systeme anschauen ohne dafür euer aktuelles System zu gefährden (Jedes OS beansprucht eine eigene Partition auf der Festplatte), dann hilft euch dabei ein s.g. „virtuelles System“. Es wird einfach ein virtueller Computer erstellt, auf dem ihr dann euer Wunsch-OS installieren und beliebig austesten könnt. Bei nicht gefallen einfach das virtuelle System wieder löschen. Euer original System wird dabei nicht verändert oder schlimmeres. Welches Programm ihr dazu braucht und wie ihr es einrichtet, erfahrt ihr in diesem Artikel.

VirtualBox: Installation
Ladet euch das Programm „VirtualBox“ herunter (z.b. von chip.de) und beginnt mit der Installation durch doppelklicken auf die Setupdatei. Hangelt euch durch die Installationsanweisungen, indem ihr die Vorgaben einfach übernehmt. Dadurch, dass virtuelle Netzwerkadapter installiert werden (damit in der virtuellen Softwareumgebung Netzwerk und Internet zur Verfügung steht), kann es kurzzeitig zu einem Ausfall der Internetverbindung kommen.

VirtualBox: Treiber
Beantwortet die Fragen nach der Installation von Gerätetreibern alle mit „Installieren„, um später den vollen Funktionsumfang zur Verfügung stehen zu haben.

VirtualBox: Neues virtuelles System anlegen
Nach der Installation begrüßt euch der Startbildschirm. Hier werden alle virtuellen System (Maschinen) aufgelistet. Ihr habt also die Möglichkeit, mehrere Betriebssystem parallel zu testen! Um jetzt ein virtuelles System hinzu zu fügen, klickt mit der Maus auf „Neu„.

VirtualBox: Name und Typ festlegen
Als erstes werden ihr nach dem Namen und des Typs des zukünftigen virtuellen Systems gefragt. Vergebt einen aussagekräftigen Namen und legt den Typ (relativ genau) fest.

VirtualBox: RAM Größe festlegen
Da das System nur virtuell existiert, und zeitgleich mit eurem Hauptsystem arbeitet, muss hierfür der Systemspeicher geteilt werden. Nehmt nicht zu viel, aber auch nicht zu wenig davon. Für die meisten Betriebssystem sollten 2048MB (2GB) mehr als ausreichend sein – je nach Verwendungszweck und ob eine grafische Oberfläche Verwendung findet.

VirtualBox: Virtuelle Festplatte erstellen
Jede Virtuelle Maschine benötigt Platz für seine Daten. Daher müsst ihr virtuelle Festplatten anlegen. Wählt Festplatte erzeugen an und klickt auf weiter.

VirtualBox: Typ der virtuellen Festplatte festlegen
Übernehmt die Vorauswahl.

VirtualBox: Größe der virtuellen Festplatte definieren
Die virtuelle Festplatte kann dynamisch wachsen. D.h., dass nur so viel Platz von eurer Systemplatte abgezwackt wird, wie auch das virtuelle System Platz in Anspruch nimmt. Dies kann von Vorteil sein, wenn ihr vermutlich nur wenig Platz benötigt oder in der Vorauswahl (im nächsten Schritt) relativ viel Speicher zugewiesen habt.
Statische Festplatten, haben den Vorteil, dass ein zusammenhängender Bereich für eine bessere Geschwindigkeit sorgt, da im Vorfeld die virtuelle Festplatte als eine große Datei angelegt wird.

VirtualBox: Größe und Ort der Festplatte festlegen
Legt nun Größe und Ort der virtuellen Festplatte fest. Wenn ihr nicht wisst, wieviel Speicherplatz ihr benötigt, dann gebt im Zweifel einfach ein paar Gigabyte mehr an.

VirtualBox: Grafikspeicher dimensionieren
In den Einstellungen zur virtuellen Maschine, könnt ihr nachträglich gewählte Optionen ändern. Außerdem weitere kleinere Details eingestellt. Falls ihr eine grafische Benutzeroberfläche verwenden wollt oder grafisch anspruchsvolle Software (Bild-, Videobearbeitung) dann erhöht ruhig den zugewiesenen Grafikkartenspeicher.

VirtualBox: Testlauf
Sind alle Einstellungen abgeschlossen, beginnt mit dem ersten Testlauf der neuen virtuellen Maschine. Klickt dazu auf Starten. Das System bootet nun wie ein richtiger Computer. Da ein Bootmedium fehlt, wird der Testlauf auch nur bis zu einer Fehlermeldung laufen.

VirtualBox: Startassistent
Der Startassistent soll dazu dienen, bei der ersten Verwendung das Startmedium fest zu legen. Dies könnte z.b. das DVD Laufwerk sein. Eine bootfähige CD / DVD dort eingelegt und die virtuelle Maschine gestartet, führt zu einem Booten des auf der CD gebrannten Systems.
Natürlich kann auch direkt von Image Dateien gebootet werden – man spart sich dadurch das Brennen eines Rohlings.

Hier ist der Artikel nun zu Ende. Ihr habt nun die Möglichkeit Linux, Android etc. auf eurem eigenen Computer zu testen, ohne unnötige Risiken einzugehen.

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